Privatbrauerei M. C. Wieninger

Kollegen aus ganz Deutschland besuchen den Wieninger Braumeister Bernhard Löw zum jährlichen Braumeistertreffen der Vereinigung der Freien Brauer. Die neue zukunftsorientierte Energieversorgung der Brauerei Wieninger mit dem Energieträger Holz und komplett erneuerter Infrastrukturen war Hintergrund für den Besuch und lieferte auch ausreichend Themen für das Vortragsprogramm. Höchstes Lob der Gäste gab es bei der intensiven Bierverkostung am Brauerabend für die Wieninger Biere als Vertreter der südostbayerischen Bierkultur.

Aus Flensburg und Freiburg im Breisgau, aus den Neuen Bundesländern – sogar 1 Teilnehmer aus Belgien und 2 österreichische Kollegen besuchten vor kurzem die Privatbrauerei M.C. Wieninger in Teisendorf und deren Braumeister Bernhard Löw und Andreas Zacher. Die Freien Brauer sind eine Gemeinschaft namhafter privater Familienbrauereien. Sie eint das Bekenntnis zum freien Unternehmertum, das kompromisslose Streben nach Qualität in allen Bereichen, Verantwortungsbewusstsein gegenüber Partnern, Mitarbeitern und den Menschen der jeweiligen Region.
Diese 37 Brauereien – verteilt über ganz Deutschland unterstützen sich gegenseitig beim gemeinsamen Einkauf und intensivem Erfahrungsaustausch auf allen Gebieten – jeder einzelne zieht seinen Nutzen daraus – so auch die Privatbrauerei M.C. Wieninger aus Teisendorf.

Der Bräu Christian Wieninger begrüßte die 44 Kollegen in Teisendorf und stellte ihnen die Region und sein Unternehmen vor. Wir dürfen da arbeiten wo andere Urlaub machen – das ist ein großer Vorzug – den wir tagtäglich schätzen, so beschrieb Christian Wieninger die Vorzüge des Berchtesgadener Landes. Thema der diesjährigen Braumeistertagung der Freien Brauer bei Wieninger war die zukunftsorientierte Energieversorgung. Die vor wenigen Wochen in Betrieb gegangene neue Hackschnitzel­energieversorgung von Wieninger war dabei das zentrale Thema. Braumeister Löw führte bei seiner ausführlichen Betriebsbesichtigung aus, dass mit der neuen Anlage die Ziele verfolgt würden möglichst wenig Energie zu verbrauchen.

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Wir werden künftig das gesamte Biogas das unsere eigene Kläranlage erzeugt in einem BHKW-motor verwerten und dabei Strom und Wärme erzeugen für den Betrieb. Weiter weist er darauf hin, dass aus der Kühlung der Rostfeuerung und der Energie aus den Rauchgasen nach dem Dampfkessel noch so viel Energie gewonnen werden kann, dass das Wärmenetz der Brauerei mit anliegenden Gebäuden wie Gasthaus Alte Post und Poststall in Teisendorf mit Heizenergie versorgt werden – auch dort wird zukünftig kein Heizöl mehr eingesetzt.

Der Geschäftsführer der Brauerei – Ernst Riedner – erläutert den angereisten Braumeistern, dass mit der zukunftsweisenden Investition vor allem die langfristige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen gesucht wurde mit allen nicht absehbaren Unwägbarkeiten. Wir stärken damit auch die regionalen Wirtschaftkreisläufe. 72 % der Gesamtenergiekosten der Brauerei bleiben zukünftig in der Region – bisher waren es nur 18% - der Rest kam den Scheichs und Ölmultis zugute – so führt Riedner weiter aus.

Am 2. Tag war Höhepunkt das Referat von Micheal Gammel der einen visionären Ausblick gab auf die Energieversorgung der nächsten 20 Jahre. Neben den regenerativen Energieträgern Sonne und Windkraft wird das stets nachwachsende Holz langfristig einen wichtigen Beitrag leisten. Hier gibt es noch viele Reserven – wenn die gesamte Forstwirtschaft erkennt, dass stetige Waldpflege Sinn macht – so begründet Gammel seine Aussage, dass auch zukünftig ausreichend Holz als Energieträger zur Verfügung stehen sollte.

Jürgen Keipp der Chef der Freien Brauer bedankt sich am Ende der 2 kurzweiligen Tage im Berchtesgadener Land für die Einladung und gute Durchführung der Braumeistertagung bei Wieninger Geschäftsführer Ernst Riedner und Braumeister Bernhard Löw.


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